re:vision
Bildungsarbeit

Bildungsarbeit

Bildungsarbeit

Ein Schwerpunkt unserer Präventionsarbeit ist der Bildungsbereich gewesen. Unsere Aufgabe war es, Justizvollzugsbeamt*innen, Bewährungshelfer*innen und Integrationsbeauftragte in NRW zu den Themen Interkultureller- und Diversitätskompetenz fortzubilden. Ziel ist es insbesondere gewesen, möglichst viele Menschen, die mit Inhaftierten im direkten Kontakt stehen, in ihrer Arbeit zu unterstützen. 

Wir haben speziell angepasste Fortbildungsformate für Mitarbeiter*innen des Vollzugsdienstes entwickelt, um ihnen das Wissen und die Fertigkeiten für einen diversitätssensibleren und damit konfliktfreieren Umgang in Justizvollzugsanstalten zu vermitteln. Das erworbene Know-how ist sowohl in der Arbeit mit den Inhaftierten als auch für das kollegiale Miteinander anwendbar. Unsere Konzepte wurdem eng mit dem Justizministerium NRW abgestimmt. 

Zudem veranstalten wir Fachtagungen und begleiten und unterstützen die Justizvollzugsanstalten in NRW bei ihrem Öffnungsprozess hin zu einer diversitätssensiblen Institutionskultur.

Divers Aktiv! – Fortbildungsprogramm zur Demokratieförderung in der Erwachsenenbildung

Divers aktiv! war ein Fortbildungsprogramm zur Demokratieförderung in der Erwachsenenbildung mit dem Schwerpunkt Diversitätskompetenz für Mitarbeiter*innen der Justiz NRW gewesen, initiiert vom Projekt re:vision, das vom Bundesprogramm „Demokratie leben!“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert wurde, Diversität bedeutet in gesellschaftspolitischen und organisatorischen Kontexten den wertschätzenden, respektvollen und gleichwertigen Umgang mit Menschen unterschiedlicher Persönlichkeitsmerkmale bezüglich Geschlecht/Gender, Alter/Generation, Hautfarbe, Nationalität, Weltanschauung, usf.

Ziel von Divers aktiv! war es, zum Thema Diversität umfassend zu schulen und damit im Sinne der Demokratieförderung einen Beitrag zum gesamtgesellschaftlichen Zusammenhalt zu leisten. Als Projekt der Präventionsarbeit und der Demokratieförderung eines zivilgesellschaftlichen Trägers brachten wir die Perspektive aus der Bürgerschaft mit, die eine wichtige Ergänzung zu dem behördlichen Blick ist.

Unsere Fortbildungsangebote:

  • Diversitätssensibel handeln im beruflichen Alltag. Im Fokus interkulturelle Handlungskompetenz
  • Diversitätskompetenz: Kultursensible Gesprächsführung
  • Rassismus und seine Folgen verstehen
  • Lebenswelten der Sintizze und Romnja
  • Vom Antisemitismus zu antisemitischen Verschwörungserzählungen
  • Antimuslimischen Rassismus erkennen und begegnen
  • Antifeminismus – Ein Brückennarrativ mit Gewaltpotential
  • Aggression, Gewalt, Stärke: Was bedeutet es ein Mann zu sein?
  • Diversitätssensibler Umgang in der JVA
    Alle Beschreibungen zu unseren Fortbildungen finden Sie hier.
    Die vollständige Broschüre können Sie hier herunterladen.

Train the Trainer – Konzept und Schulungshandbuch zur sozialen Gruppenarbeit in der Justiz von NRW

Das re:vision Train-the-Trainer-Konzept bildet die Basisstruktur für künftige Schulungen von Integrations- und Präventionsbeauftragten für Soziale Gruppenarbeit in NRW. Wir erläutern hier unsere Grundgedanken und unser Verständnis der Sozialen Gruppenarbeit im Allgemeinen und geben im Besonderen Umsetzungshilfen für den Justizvollzug. Grundsätzlich soll es den Integrations- und Präventionsbeauftragten als begleitendes Schulungsmaterial und Nachschlagewerk dienen.

Wir haben vorab eine Umfrage unter den Integrationsbeauftragten in NRW durchgeführt, in
der wir nach Vorkenntnissen und praktischen Erfahrungen in der Workshop- und Seminarleitung fragten. Daraus konnten wir erkennen, dass das Spektrum – von eigenständiger Entwicklung und Umsetzung von Bildungsangeboten bis hin zu keiner Erfahrung – sehr weit ist. Um diese unterschiedlichen Niveaus zu vereinigen, haben wir die Konzeption etwas umfangreicher und differenzierter gestaltet.

So kann es je nach Erfahrungshintergrund als Ganzes oder nur als Nachschlage- oder Inspirationswerk gelesen und verwendet werden. Wir wollen mit diesem Konzept nicht nur zur selbstständigen, zielgruppenspezifischen und erfolgreichen Umsetzung beitragen, sondern in erster Linie zur kreativen Erweiterung und zur Freude am Lehren und Lernen inspirieren.

Das Konzept umfasst nun drei Abschnitte und ist wie folgt unterteilt: Der erste Abschnitt erläutert theoretische Überlegungen und Methoden der Sozialen Gruppenarbeit, der zweite bietet eine ausführliche Methodenauswahl für die Soziale Gruppenarbeit inklusive Tipps zur Umsetzung. Im letzten Teil haben wir hilfreiche Checklisten zur gedanklichen und praktischen Vorbereitung angehängt.

Das vollständige Handbuch finden sie hier.